Verabschiedung der AbiturientInnen der Johann – Philipp-Bronner Schule im Harres

Mit leisen Tönen, die sich kraftvoll steigerten, eröffnete die Band Lost Roots den diesjährigen AbiBall des Wirtschaftsgymnasiums der Johann – Philipp – Bronner Schule. Claus Lorenz vom WG-Leitungsteam begrüßte die anwesenden AbiturientInnen, deren Eltern, Verwandte, und FreundInnen und die LehrerInnen mit einem Herzlichen Glückwunsch zum Erwerb der allgemeinen Hochschulreife.  WG 17 07 01„Wo haben sich junge Leute angestrengt, sich ein Ziel gesetzt, zielstrebig darauf hingearbeitet und schließlich den gewünschten Erfolg verbucht?“ Am letzten Freitag ging -Fußball-Europameisterschaft der U21 zu Ende und mir sind dabei einige interessante Punkte aufgefallen, die einen Vergleich zu Eurer Schulzeit zulassen. Es durften nur Spieler eingesetzt werden, die nach dem 01. Januar 1994 geboren wurden. Das trifft auf Euch zu. Zuerst fand eine Qualifikation für das Turnier statt – wie bei Euch mit der Erfüllung der Zugangsvoraussetzungen für das WG. Das deutsche Team hatte außer Testspielen keine echte Vorbereitung und kein Trainingslager.  Da hattet Ihr zum Glück bessere Voraussetzungen! Ich denke da an das erste Trainingslager bei den K-Tagen und noch weiteren Events, die Euch die nötige geistige Frische für die Endrunde mitgegeben haben. Vor dem großen Finale mussten im Endrundenturnier vier Spiele absolviert werden. Eure vier schriftlichen Abiturprüfungen. WG 17 07 02Das Finale fand letzte Woche statt : Euer mündliches Abitur auch. Im Finale hat das Team ein gutes Spiel gezeigt und sich den Titel verdient.  So wie Ihr Euch Euer Abiturzeugnis. Hans- Jürgen François, einer der vier Klassenlehrer des diesjährigen Abiturjahrgangs und für die Abiturrede zuständig, ehrte zunächst Schulleiter Reinhard Müller: Er suche die Nähe seiner pädagogischen Nahkämpfer, deren Engagement er anerkenne. Um Generationen ging es sodann dem engagierten Redner. Junge Menschen, mache man vor, dass sie ohne Mühe zu Spitzenjobs kämen. Dem hielt Hans- Jürgen François entgegen, dass es ohne die Kenntnis von Fakten und Hintergründen, anhand derer man Geschehnisse einordnen könne, nicht gehe. „Wir lehren an der Bronner Schule: Der Umgang mit Wissen ist heute zwar wichtiger als der Fundus an Wissen, den man davon in seinem Kopf beherbergt. Wer wirklich im Bilde sein will, muss aus dem unbegrenzten Wissensmeer die passenden Antworten herausfischen können. Allerdings wissen wir auch: ganz ohne Fundus im Kopf geht’s eben auch nicht. Viele Jugendliche scheiterten an Bewerbungen und Vorstellungsgesprächen, weil sie nicht wüssten, worauf es wirklich ankomme. Wenn Personalchefs beispielsweise die Frage stellten: Wie viel ist die Hälfte von 333, erwarteten diese nicht: 150 Rest 1. Sehr viele junge Menschen hätten nur über Praktika eine Chance zu einem Arbeitsplatz zu kommen. Die Bronner Schüler hätten allerdings an ihrer Schule gelernt,  sich jeder Herausforderung zu stellen und dabei das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren: einen guten, d.h. sinnvollen Arbeitsplatz zu kriegen. Hans- Jürgen Francois schloss seine Rede mit einem Toast: „In diesem Sinne erhebe ich mein Glas auf euch Abiturienten und Innen und auf Sie alle hier im Saal. Wir dürfen stolz sein auf diese jungen Menschen in unserer Mitte.“  Schulleiter Reinhard Müller zeichnete nun die AbiturientInnen mit Lob und Preis aus: „Heute ist für alle Anwesenden ein schöner und wichtiger Tag, ein Tag des Feierns, aber auch ein Tag des Abschieds und des Neubeginns.“ Ohne persönliche Leistungsbereitschaft und ohne Unterstützung durch Lehrer und Eltern sei es sicher nicht so gut gelaufen. In Anlehnung an den großen Weinbaupionier und Namensgeber der Schule: Johann – Philipp Bronner führte Reinhard Müller weiter aus: „Der Veredelungsprozess war nicht einfach, einige Rebstöcke sind trotz großer Pflegemaßnahmen nicht zur Blüte gekommen, andere wiederum sind gereift und haben sich prächtig entfaltet. Dieser Jahrgang ist kein Masseträger, mit einem Abiturschnitt von 2,5 ließ sich der Jahrgang zum Großteil zu einem guten Qualitätswein ausbauen. Daneben gab es aber auch Spitzenweine der Klasse Kabinett, Spätlese und Premium. Bei der Prämierung werden Sie die „Edelweine“ sehen. Ein Lob für einen Abiturschnitt zwischen 2,0 und 2,2 erhielten Luca Bräunling, Anna-Maria Brodale, Jonas Dutzi, Niklas Hiel, Sophia Hünlich, Maximilian Löffelmann, Chantal Rausch und Chantal Schmidt. Einen Preis für einen Abiturschnitt zwischen 1,0 und 1,9 erhielten Kim Leider, Maren Schuppe-Jung, Henrik Oestreich, Pit Werner, Michelle Hadlatzky, Kevin Kleinlagel und Sophie Paul. An Pit Werner ging des Weiteren der Südwestmetall Schulpreis Ökonomie, den Thomas-Naogeorgus Preis, gestiftet von der Evangelischen Kirchengemeinde Wiesloch wurde Kim Leider übereicht und den Preis der Deutschen Gesellschaft für Chemie erhielt Kevin Kleinlagel. Die diesjährige Scheffelpreisträgerin ist Sophie Paul. Sie hielt ihre Rede zusammen mit Julia Clemens       im Anschluss an den Song „No Diggity“, performed von der Band Lost Roots. Die Schulzeit ist wie ein Menü, so starteten die beiden engagierten Abiturientinnen. Der erste Gang des Menüs ist uns allen noch als  Eingangsklasse präsent. Als wir vor 26.280 Stunden in der Aula saßen, stellten die Köche -auch als Lehrer bekannt-  ihre individuellen Vorspeisen zusammen. Bei der Bereitung der Vorspeisen sei allerdings der eine oder andere Schüler abhandengekommen. Die Köche (= Lehrer) würzten unseren Verstand mit vielen Zutaten, ohne die wir in der heutigen Gesellschaft nicht überleben könnten. Damit das Hauptmenü (= Jahrgangstufen 1 und 2) ein wenig schmackhafter wird, sahen die Köche nur einen Ausweg: Bella Italia. WG 17 07 03Dabei begaben wir uns z.B. auf die Spuren Napoleons und besuchten ihn auf Elba. Der andere Teil des Hauptmenüs fuhr in das schöne Schwabenland, das sich als nicht ganz ungefährlich herausstellte. Auf der Rückfahrt wurde uns dann allmählich bewusst: Wir steuerten direkt auf die Nachspeise (= Abitur) zu. Doch da wir hier nur einen Vergleich anstellen und eigentlich von dem bevorstehenden Abitur sprechen, kribbelte es uns so langsam im Bauch. Denn ob die Nachspeise ein Erfolg wird, lag nun nicht mehr in der Hand der Köche. Ein  riesen Dankeschön geht an unsere Klassenlehrer Frau Sieber, Frau Bundschuh, Herr Francois und Herr Pfeiffer, die nicht aufgehört haben, unsere Rezepturen zu verfeinern.  Die vier  Klassenlehrer  des Abiturjahrgangs 2017 überreichten die begehrten Abiturzeugnisse., die die allgemeine Hochschulreife beinhalten. Ein letzter Händedruck, ein fröhliches Lächeln und ein Klassenfoto mit dem stolzen Klassenlehrer und das vier Mal, beendete das langsehnte Ritual. Für Günter Pfeiffer war es der letzte ABI Ball als Klassenlehrer. Er geht zum Ende des Schuljahres in den wohlverdienten Ruhestand, nach 40 Jahren im Dienste seiner SchülerInnen. Claus Lorenz bat zum Abschluss des Offiziellen Teils des ABI Balls noch einmal die Musiker von Lost Roots auf die Bühne: Niklas Hiel, Jason Fertig, Raffael la Marché, Jakob Storz und Giancarlo Zimmer. Passender Musiktitel: Ein Kompliment. Nun  kamen die mittlerweile hungrig Gewordenen auf ihre Kosten. Es gab Zeit zum Essen und sich unterhalten, bevor der ABI Ball der nun ehemaligen Bronner Schüler begann: mit einem Dankeschönfest. Schüler spielten Lehrer auf der Leinwand. Diese sollten sich erkennen und dann auf der Bühne ein Geschenk abholen. Neben einigen übertriebenen Darstellungen erwies sich diese Idee doch als recht lustig; aus der Sicht der Zuschauer. Ein Quiz mit Buchstaben auf Vorder- und Rückseite der Teilnehmer gewann an Reiz, da erstmals auch Eltern als Gruppe mitspielten. Eine gesamte Klasse als Modern Dancer auf der Bühne des Harres war ebenso gelungen wie -welch Überraschung- ein Männerballett, das nach Tschaikowskys Schwanensee seine Fertigkeit zum Besten gab. Schluss- und Höhepunkt des Abends waren die als Magier kostümierten vier Klassenlehrer Peef (Pfeiffer), Effes (François), Esbe (Sieber) und Beu (Bundschuh), die in kräftigen Bildern und Zaubersprüchen drei Jahre WG magisch noch einmal auferstehen ließen. Magische Preise gab es z.B. für den Schüler mit dem breitesten Lächeln und dem Kämpferherz.WG 17 07 05

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