Nacht der weiterführenden Schulen lockte viele Interessierte ins Berufsschulzentrum

Über 200 Plätze führen jährlich zum Abitur

 

Wiesloch. (BeSt) WG 17 01 28Die drei beruflichen Schulen im Schulzentrum stellten sich und ihre Angebote für Schüler mit einem mittleren Bildungsabschluss bei der „Nacht der weiterführenden Schulen“ vor. Dabei informierten sich zahlreiche interessierte Jugendliche und deren Eltern über die verschiedenen Bildungsgänge, die zur allgemeinen Hochschulreife (Abitur) oder zur Fachholschulreife führen können. Reinhard Müller, geschäftsführender Schulleiter der beruflichen Schulen im Rhein-Neckar-Kreis eröffnete die Nacht in der Aula des Berufsschulzentrums.WG 17 01 26

An der Louise-Otto-Peters-Schule (LOP) stellten sich eine Vielzahl von Berufskollegs (BK) vor, die verschiedenen Ausbildungsschwerpunkte (Sozialpädagogik, Soziales in Teilzeit, Biologie-Gesundheitslehre oder Gesundheit und Pflege) anbieten. Die Brufskollegs an der LOP sind ein- bis drei-jährig angelegt und fungieren teils als Vollzeitschule, teils in Verbindung mit dauerhaften Praktika. Die Schulart kann zur Fachhochschulreife führen.

Seit einigen Jahren bereichert das Sozialwissenschaftliche Gymnasium (SG) mit 60 Plätzen für Schüler die Wieslocher Landschaft der Gymnasien. Im Profil „Pädagogik und Psychologie“ werden die Schüler spezialisiert und erhalten nach drei Jahren das Abitur.

Dort zeigte sich eine Gruppe Schülerinnen aus Heidelberg und Leimen interessiert und lobten die gute Ausstattung der Schulgebäude.WG 17 01 27

Das einjährige BK Technik sowie das zweijährige BK Informations- und Kommunikationstechnik stellten ihre Angebote zum Erwerb der Fachhochschulreife an der Hubert-Sternberg-Schule (HSS) vor.

Seit dem Jahr 2001 komplettiert das Technische Gymnasium (TG) mit 60 Schülerplätzen je Jahrgang das Angebot der Sternbergschule. Dort können die Schüler zwischen den Profilfächern Informationstechnik, Mechatronik oder Umwelttechnik wählen. Die Schülerinnen des TGs Maren Schrabback und Anna-Lena Kirsch verwiesen überzeugend auf die zukunftsweisende Energiegewinnung und nachhaltige Rohstoffnutzung, was Kernbereiche des Profils Umwelttechnik seien.

Viele männliche Schüler und Väter zeigten sich auf ihrem Rundgang über das Berufsschulzentrum begeistert vom gemeinsamen Fitnessstudio der drei Schulen, das Sportlehrer Richard Kornmeier in den letzten Jahren aufgebaut hat. Hier haben alle Schüler an jedem Schultag die Möglichkeit kostenlos bei individuell erstellten Trainingsplänen die richtige Fitness zu erlangen.

WG 17 01 25Für die Fragen zu den Angeboten der kaufmännischen Johann-Philipp-Bronner-Schule (JPB) stand eine große Zahl von Schülern für die interessierten Jugendlichen und Eltern bereit. Mira Poppele, Melissa Hofmann und Julian Laier zeigten sich von ihrer Schule wegen der zahlreichen Zusatzangebote, wie K-Tage, Kino-Tage oder Präventionstage sowie der hervorragenden Multimedia-Ausstattung begeistert.

Ein besonderer Magnet war der Absolventen-Stand, an dem drei Abiturienten des Jahrgangs 2016 für Fragen zur Verfügung standen. Johannes Stötzel, der gerade das Studium der Wirtschaftsinformatik aufgenommen hat und zugleich ein StartUp-Unternehmen gegründet hat, erläuterte dabei wie positiv der Besuch des Wirtschaftsgymnasiums auf ihn eingewirkt habe.

Seit 45 Jahren führt die Bronnerschule Schüler im Wirtschaftsgymnasium (WG) zum Abitur. Die jährlich 90 Schülerplätze sind inzwischen in die Profilfächern Wirtschaft oder Internationale Wirtschaft unterteilt, wodurch ein internationales Abitur bescheinigt werden kann. Laut Lehrerin Karin Zorell steige das Interesse für den internationalen Zug mit den Schwerpunkten Englisch und Wirtschaftsinformatik an.

Daneben hält die Schule im kaufmännischen Berufskolleg ebenso viele Plätze bereit, welche nach dem erfolgreichen zweijährigen Abschluss zum Studium an zahlreichen Hochschulen berechtigt.

Die 14-jährige Marica aus Rotenberg war beeindruckt: „Es ist ja unglaublich, wie viele Möglichkeiten ich hier nach der Realschule habe!“ Ihre Mutter wünschte sich ein paar Jahrzehnte zurück: „Hier wäre ich auch gerne Schülerin gewesen!“

Reinhard Müller, Schulleiter der Bronnerschule, zeigte sich am Ende der Nacht zufrieden mit dem Interesse vieler junger Menschen und betonte zugleich: Die Kombination von Fachwissen, Atomsphäre, Schülerorientierung und einer hervorragenden Schulausstattung durch den Rhein-Neckar-Kreis zur individuellen Förderung der Schüler macht den Standort der beruflichen Schulen Wiesloch einmalig.“

Info-Box:

Die drei beruflichen Schulen haben mit verschiedenen Berufsfachschulen auch ein breites Angebot für Hauptschulabsolventen zum Erreichen des mittleren Bildungsabschlusses. Der Infoabend findet am Dienstag, 7. Februar 2017 von 18 bis 20 Uhr, in der Aula des Berufsschulzentrums statt.