Verabschiedung des Kaufmännischen Berufskolleg BK 2 an der Johann – Philipp – Bronner Schule

BK 17 07 01„Wir entlassen heute achtundzwanzig Schülerinnen und Schüler des Kaufmän-nischen  Berufskollegs 2 mit der Fachhochschulreife, welche zum Studium an Hochschulen in ganz Baden-Württemberg berechtigt. Mit dieser Information  begrüßte Christian Manz, der Leiter des zweistufigen Kaufmännischen Berufs-  kollegs (BK1+2) die anwesenden AbsolventInnen, Eltern und LehrerInnen in der Aula des Berufsschulzentrums. „Des Weiteren erhalten acht SchülerInnen den Abschluss „Staatlich geprüfte  Wirtschaftsassistent(in).“ Diese Zusatzqualifikation berechtigt den Besuch einer Wirtschaftsoberschule, die zum Abitur führt. Christian Manz erinnerte an sein kürzliches Treffen mit ehemaligen  Abiturienten aus einer eigenen Schulzeit, an die die meisten auch nach zwanzig Jahren noch gerne zurückdenken. Das wünscht der Fachabteilungsleiter auch für die AbsolventInnen. Zwölf Jahre sei Manz nun schon an der Bronner Schule Lehrer und auch hier gilt: „Ich gehe gerne an diese Schule und bin glücklich, jeden Tag mit ganz unterschiedlichen jungen Menschen arbeiten zu dürfen.“ Zufriedenheit in einem Beruf ist nicht selbstverständlich. Viele gehen einer Arbeit nach, die sie nicht erfüllt, andere gehen sogar Jobs nach, die sie krank machen. Suchen Sie die Arbeit, die Sie lieben, suchen sie so lange bis sie sie finden!, appellierte Christian Manz an die AbsolventInnen des BK 2. Hört nicht auf, nach neuen Herausforderungen zu streben, sucht die Chancen, die euch das Leben bietet und nutzt diese! Sodann meldeten sich die beiden Klassenlehrer zu Wort. „Ich kann mich noch sehr gut an den 14. September 2015 erinnern, als ich nachmittags die neuen Schüler des BK 1 begrüßte, begann Peter Scheubel (BK 2/2). Ich bin mir heute noch nicht sicher, wer nervöser war an diesem Tag: die einunddreißig neuen SchülerInnen oder ich, der ich gerade nach einem Jahr im Ausland wieder eine neue Klasse erhielt. Auch nach neunzehn Jahren als Lehrer, ist es mir immer wieder ein besonderes Gefühl, Zeugnisse zu unterschreiben, die einen Schulabschluss dokumentieren, wie hier die Fachhochschulreife. Als „Mr. Bad News“ und seinem Lieblingsmotto: „No Cheating!“ hat der BWL‘er und Englischlehrer in seiner Klasse dreihundert Stunden BWL und Englisch gerne unterrichtet.  So hat Peter Scheubel seine SchülerInnen recht gut kennengelernt. Schöne Momente: gemeinsame Frühstücke, Bowlingturniere, eine Betriebsbesichtigung bei Mercedes Benz und eine unvergessene Abschlussfahrt in die Toskana. Und mit „Good News“ endete der engagierte Pädagoge seine Abschiedsworte: „Herzlichen Glückwunsch zur bestandenen Fachhochschulreife und alles, alles Gute für die Zukunft.“ Mit der Eingangsfrage: „Wie konnten wir die letzten zwei Jahre so erfolgreich bestehen und zusammenarbeiten?“,  eröffnete Richard Kornmeier (BK2/1) seine Abschiedsrede. Augenzwinkernd zitierte Kornmeier einige berühmte Persönlichkeiten aus Politik und Sport, die anscheinend viel zum Erfolg beigetragen haben. In Anlehnung an Angela Merkels Rat entwarf er zunächst mit seinen SchülerInnen einen Motivationsvertrag: alternativlos. Den Rat eines Paten, wie man mit Zuspätkommern umgehen solle, hat er allerdings nicht angenommen. Die Impulse von Oliver Kahn und Kaiser Franz (Beckenbauer) nahm Kornmeier allerdings nur zu gerne auf und daraus wurde eine Klassenfahrt in die Toskana, zusammen mit BK 2/2. Im Anschluss schritt Schulleiter Reinhard Müller nach vorne. Er überreichte einen Preis an Jannis Huber und ein Lob an Laura Knopf. Und das tat er gerne. Reinhard Müller gratulierte zu den AbsolventInnen zu ihrem persönlichen Erfolg. Ohne Zweifel ist das nachher überreichte Zeugnis eine Eintrittskarte in eine andere Welt, sei es der Einstieg in eine Ausbildungsverhältnis oder die Aufnahme eines Studiums an einer Fachhochschule Baden-Württembergs. Ein nur zu gut passendes Zitat von Paul Pattloch gab Schulleiter Reinhard Müller den AbsolventInnen mit auf den Weg: Ich wünsche Dir, dass Du immer mehr lernst, das Wesentliche vom Unwesentlichen zu unterscheiden. Moden verändern sich von Tag zu Tag, aber eine tiefe Erfahrung bleibt für immer… Ich wünsche Dir gute Prinzipien und die Klugheit, dich ihrer im rechten Moment zu erinnern. Die AbsolventInnen des BK2 hatten nicht nur Geschenke für Ihre Pädagogen, sondern auch einen Film zusammengestellt, der einige ihrer Lehrer charakterisieren sollten. Immer mit einem Augenzwinkern. Jeder kennt z.B. die Mär von dem Schüler, dem es in einer Klassenarbeit fachmännisch gelingt, mikroskopisch kleine Spickzettel zu benutzen. Und dann bei der Rückgabe einer Eins ausruft: „Dann hat sich das Lernen ja gelohnt!“ Lustig waren diese Filmszenen, nie verletzend. Mit einigen ausgesuchten Bildern von der Studienfahrt in die Toskana wurden die Gäste ins Träumen gebracht. Danach stand man noch lange sich mit einander unterhaltend in der Aula des Berufsschulzentrums: nun ehemalige BK‘ler, Eltern und LehrerInnen.