Verabschiedungen in den Ruhestand an der Johann – Philipp – Bronner Schule und in den Auslandsdienst

Das Lehrerteam der Johann – Philipp – Bronner Schule muss im aktuellen Schuljahr 2016/17 auf einige bewährte Pädagogen verzichten. Im Beisein des gesamten Kollegiums von Schulleiter Reinhard Müller wurden Georg John, Rudi Dittrich und Detlev Zeiler in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet und Johannes Durst in die Türkei in den Auslandsdienst entsandt. Alle Vier haben sich, so Reinhard Müller in seiner Ansprache, „um unsere Schule große Verdienste erworben“.

Schule 16 08 03Georg John diente der Schule 40 Jahre, als Erzieher, Vorbild, als Wertevermittler, Ansprechpartner für Schüler und als Vermittler von Bildung. Er galt nicht als Mensch der lauten Töne, sein Wirken vollzog sich eher im Hintergrund, dennoch facettenreich und effizient. Georg John unterrichtete die Fächer Deutsch und Französisch und initiierte den deutsch-französischen Schüleraustausch mit einer entsprechenden Schule in Wieslochs Partnerstadt Fontenay-aux-Roses und blieb zwanzig Jahre lang dessen Triebfeder. Ein Höhepunkt dieses Austauschs: eine Bronnerschülerin hält am 8. Mai 2015 zusammen mit einem französischen Schüler eine Ansprache zum Ende des Zweiten Weltkrieges. Georg John bestand im Jahre 1978 das 1. Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien, wurde 1982 Assessor an der Bronner Schule, 1984 zum Studienrat und 1994 zum Oberstudienrat befördert. O-Ton Reinhard Müller: „Wir haben gerne mit Ihnen zusammengearbeitet.“

 

 

Schule 16 08 01Rudi Dittrich war als Religionslehrer nicht nur ein Mann des Geistes, ein Mann der katholischen Kirche, sondern auch ein Mann der praktischen Arbeit. 1965 begann er eine Lehre zum Maschinenschlosser und arbeitete als Geselle bei der Adam Opel AG in Bochum. Vier Jahre darauf erwarb er am erzbischöflichen Abendgymnasium das Abitur und studierte in Bochum und Freiburg katholische Theologie. Für sein Referendariat blieb er in Freiburg und trat dann 1983 in Wiesloch seinen Schuldienst an der Johann – Philipp – Bronner Schule an. Dreiunddreißig Jahre unterrichtete Rudi Dittrich am Berufsschulzentrum katholische Religion. Eine besondere Herausforderung, so Reinhard Müller, gerade in der heutigen Zeit, wo es nicht leicht sei, jungen Menschen Sinnhaftigkeit und religiöse Werte zu vermitteln, die sie dennoch für ihre Entwicklung so unabdingbar benötigten.

 

 

Schule 16 08 02Detlev Zeiler war zehn Jahre lang an der Bronner Schule in den Fächern Deutsch und Geschichte mit Gemeinschaftskunde (GGK) tätig. „Sie waren mir gegenüber sehr offen und loyal, was ich sehr schätzte“, so Reinhard Müller zu dem Jubilar. Detlev Zeiler gilt als sehr belesen, ein Germanist durch und durch, wissbegierig und fachlich engagiert –und: in den neuen Medien zu Hause. Über den Radio- und Fernseh-Journalismus kam er zum Lehrerberuf. Bevor er an die Bronner Schule kam, unterrichtete er u.a. in Kolumbien, auf Teneriffa und als Assistant-Teacher in England. Er ermöglichte mit vielen Ideen seinen SchülerInnen den Zugang zu seinen Fächern Deutsch und GGK. Zahlreiche Schulveranstaltungen waren erfolgreich, weil es Detlev Zeiler immer wieder gelang, zu entsprechenden Themen die kompetenten Leute einzuladen. Erinnert sei als zum Thema DDR ehemalige politische Häftlinge den SchülerInnen Rede und Antwort standen. Die sieben Jahre bei SWF, WDR und ZDF, haben ihn geprägt. Ob es um Filme machen, Filme schneiden und Filmsoftware einsetzen ging, keiner war kompetenter.

 

 

 

Schule 16 08 04Johannes Durst wurde zu seinem Auslandsdienst in die Türkei verabschiedet, genauer an eine Schule in Istanbul. Er unterrichtete bis dahin Mathematik und Physik. Johannes Durst war ein wichtiger Ansprechpartner rund um die IT-Technik und führte das Bronner Administratoren Team. Auf seine Initiative veränderte sich das Equipement der Schule auf drastische Weise in Richtung Zukunftsfähigkeit: Verbesserung der DV- Ausstattung, Einführung der Dokumentenkamera (Visualizer) in jedem Klassenzimmer, Notebookwagen um nur einige Beispiel zu nennen. Angesichts der aktuellen politischen Situation im Land am Bosporus, ließen Schulleiter Reinhard Müller und das Kollegium den jungen Pädagogen mit gemischten Gefühlen ziehen. Reinhard Müller beendete seine Laudatio mit einem herzlichen Dank an alle vier Pädagogen und guten Wünschen für den kommenden Lebensabschnitt.

Fs