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Reinhard Müller wurde an der Johann-Philipp-Bronner Schule in Wiesloch verabschiedet und Silberne Ehrennadel von Landrat Dallinger erhalten

In der Aula des Berufsschulzentrums begrüßte der stellvertretende Schulleiter, Michael Ries alle, die sich zur Verabschiedung von Schulleiter Reinhard Müller in den Ruhestand versammelt hatten, darunter VertreterInnen aus dem Regierungspräsidium Karlsruhe und von der IHK, SchulleiterkollegInnen sowie Landrat Stefan Dallinger für den Rhein-Neckar-Kreis und Oberbürgermeister Dirk Elkemann für die Stadt Wiesloch. Reinhard Müller, der seinen ersten Schultag als Leiter der Bronner Schule am 13. September 1999 angetreten hatte, sei heute die wichtigste Person im Saal. Er habe die Bronner Schule zu dem gemacht, was sie heute ist: ein zukunftsfähiger Lernort,  an dem LehrerInnen wie SchülerInnen gerne zusammen lehren und lernen.

Nach dem erfolgreichen Abschluss zum Diplom-Handelslehrer an der Universität Mannheim, begann Reinhard Müller im Jahre 1979 sein Referendariat an der Bronner Schule. Danach ging’s für knapp zwanzig Jahre als Lehrer an die Friedrich-List-Schule in Karlsruhe. Aus der Fülle seiner zusätzlichen Aufgabenbereiche war schon sehr früh ein Schwerpunkt in der Datenverarbeitung (DV) zu erkennen: u.a. computergestützte Stundenplanerstellung,  Entwicklung einer Gesamtkonzeption DV an kaufmännischen Schulen und Leitung zahlreicher Fortbildungsveranstaltungen DV. Sein Motto: Jeder junge Mensch hat ein Recht auf eine seiner Begabung entsprechenden Erziehung und Ausbildung, er müsse auf Rechte und Pflichten der Gemeinschaft vorbereitet werden. Dieses Recht sei allerdings untrennbar mit der durch die Schüler einzubringenden Bildungswilligkeit und Erziehungsbereitschaft verbunden. Bei seinem Kollegium legt Reinhard Müller sehr großen Wert auf Teamgeist, flache Hierarchien und geschäftsprozessorientiertes Arbeiten.

Die Form der Laudatio entsprang, laut Katrin Höninger (Regierungspräsidium),  der Multiperspektivität, so wie sie schon Johann Wolfgang v. Goethe in seinen Dramen angewendet hatte. So war ein „Talk zum Abschied“ eingeplant worden. Britta Niehoff und Bettina Sieber sprachen mit vier für den Anlass repräsentativ gewählten Gästen über „Die erste Begegnung mit Reinhard Müller, dessen Funktion als Schulleiter und als geschäftsführender Schulleiter der Direktoren-konferenz, Reinhard Müllers soziales Engagement und dessen Bezug zur Digitalisierung.“  Und die Gäste, Katrin Höninger (Regierungspräsidium), Stefan Dallinger (Landrat RNK), Peter Bischof (Kaufm. Direktoren-vereinigung) und Harald Töltl (Berufsbildung IHK) antworteten jeweils aus ihrer Sicht. Damit war die Multiperspektivität gegeben.  Über Schulverwaltungsprogramme, Fortbildungsveranstaltungen und Besuche im Berufsschulzentrum, habe man sich kennen- und schätzen gelernt.

„Er hat mich damals als Kollege früh motiviert, mich im DV Bereich zu engagieren“ (Bischof). Als Schulleiter habe sich Reinhard Müller nie gescheut, Verantwortung zu übernehmen. Er habe manche Fehlentwicklungen verhindern können, und sich anbahnende Probleme früh erkannt und tragfähige Lösungen gefunden. So z.B. am Berufsschulzentrum Klassen für Flüchtlinge (VABO) einzurichten (Dallinger/Höninger), oder den Ausbildungsberuf Büro neu zu ordnen (Töltl). Die ständigen Lehrplanwechsel habe er mit: „Qualität lässt sich immer verbessern!“, kommentiert. In der Direktorenkonferenz sei Reinhard Müller ein wichtiger und hartnäckiger Mitstreiter gewesen, er habe sich immer zu Wort gemeldet, seine Äußerungen seien dabei immer von Sachkenntnis getragen (Bischof). Er war ein Glücksfall: eine Person mit Autorität, aber nicht autoritär (Dallinger). Sein soziales Engagement werde mit dem Satz: „Keiner darf verloren gehen!“ charakterisiert. Er habe sowohl Einzelschicksale im Auge als auch das Wohl aller Schülerinnen und Schüler. Auf seine Weise habe Reinhard Müller das Motto Johann Philipp Bronners, des Namenspatrons der Schule: „Erfasse und nutze den Geist der Zeit!“ wörtlich genommen, darin waren sich die Talk-Gäste einig. Das Wieslocher Modell und die Digitalisierung trage Reinhard Müllers Handschrift. Für den Bereich der beruflichen Bildung sei Reinhard Müller ein leuchtendes Vorbild für alle anderen (Töltl).

Und dann war es soweit: Im Auftrage von Ministerpräsident Winfried Kretschmann überreichte Katrin Höninger vom Regierungspräsidium Karlsruhe Reinhard Müller die Zur-Ruhesetzungs-Urkunde. Bis zum 31. Juli 2018 sei er noch im Amt. „Seien Sie stolz auf die Jahre zwischen 1999 und 2019. Die Bronner Schule ist bestens aufgestellt und für die Zukunft gerüstet, sachlich sowie auch personell!“

Zeitlich zwischen die Verabschiedung Reinhard Müllers und die Amtseinführung der neuen Schulleiterin Susanne Zimmermann hatte sich das Kollegium der Bronner Schule positioniert. Wort- und stimmgewaltig performten mehr als fünfzig Lehrerinnen und Lehrer den bekannten Song des deutschen Popsängers Andreas Bourani: „Auf uns!“, im Text an die besondere Situation  angeglichen: „Ein Hoch auf das, was vor ihm liegt!“.

Und dann stand sie auf der Bühne der Aula des Berufsschulzentrums, die neue Leiterin der Johann-Philipp-Bronner-Schule, Susanne Zimmermann, herzlich beglückwünscht von Katrin Höninger. Alle könnten auf Susanne Zimmermann  zählen: als Teamplayerin. Wer wie sie gerne Akkordeon spiele, werde den Taktstock mit Augenmaß schwingen; eine laute Trompete sei nicht zu befürchten. Landrat Stefan Dallinger freue sich schon auf eine gute Zusammenarbeit ab 1. August (eine detaillierte Vorstellung von Frau Susanne Zimmermann können Sie der Meldung vom 18.07.2018 entnehmen).

Nun war wieder Reinhard Müller an der Reihe. Stefan Dallinger überreichte ihm die Silberne Ehrennadel des Rhein-Neckar-Kreises. Er lobte dessen ausgezeichnete Kooperation mit dem und seinen Blick in die Zukunft. Worte zum Beginn und Abschied rundeten den stark besuchten Festakt ab. Eröffnet wurde dieser letzte Teil der Veranstaltung durch den Örtlichen Personalrat. Cornelia Geider-Starke übermittelte  mit einem bunten Blumenstrauß auch im Namen des gesamten Kollegiums ein herzliches Willkommen an Susanne Zimmermann, die in ihrer Antrittsrede zu erkennen gab, dass sie sich auf ihr neues Amt gut vorbereitet hatte. Viel Kontinuität war darin zu erkennen. Auch für sie habe Digitalisierung Priorität. Sie freue sich auf einen regen Austausch auch mit Eltern, Kammern und Ausbildern.

„Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und ein glückliches Händchen!“, begann Reinhard Müller seine Abschiedsrede. Einige berufliche Stationen folgten: „An der Friedrich-Liszt Schule in Karlsruhe war die Keimzelle für mich als angehender Netzwerker. Es war für mich und meine berufliche Entwicklung wichtig, dass ich damals genau auf die Menschen getroffen bin, von denen ich etwas lernen konnte und dadurch auch gereift bin, wie z.B. den vormaligen Schulleiter Gustav Haury. Der Umgang mit den KollegInnen war stets menschlich. Ich war als Schulleiter nie einsam und bin stolz auf ein leistungsfähiges, fachkompetentes und motiviertes Kollegium. Reinhard Müller dankte seiner Ehefrau für die unermüdliche Unterstützung und gab seinem Publikum einen Ausblick auf sein künftiges Pensionärsdasein: Eine schöne Reise, wieder mehr Zeit für Sport und fürs Kochen, aktuell mit dem Kochbuch vom Kollegium, in dem Rezepte und gute Wünsche sich vereinen. Reinhard Müller dankte zum Schluss allen, die am Erfolgsmodell „Bronner Schule“ mitwirken. Musikalisch bereichert hatte diese Festveranstaltung die Band „Sweet Velvet“.

Text: Hans-Jürgen Francois

Bilder: Gülen Iscan-Demirel (5), Hans-Jürgen Francois (1), Monika Delli-Castelli (1)


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