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Einweihung der SAP-Schnittstelle zur Lernfabrik Industrie 4.0

 

Digitalisierung verändert unsere Welt. Insbesondere für die Produktion ergeben sich vollkommen neue technologische Möglichkeiten und damit einhergehend neue Geschäftsmodelle. Neue Berufe entstehen, bestehende Berufe verändern sich zunehmend. In Folge dessen muss auch die Ausbildung von Schüler sich verändern, um den neuen Anforderungen gerecht zu werden und unsere nächsten Generationen für ihre Zukunft zu rüsten. Gemeinsam wird diese Verantwortung wahrgenommen und eine Ausbildung angeboten, die Schüler an der Hubert-Sternberg-Schule und der Johann-Philipp-Bronner-Schule in Wiesloch optimal für ihre Zukunft vorbereitet.

Beide Schulen hatten am 3. Juli ausgewählte Gäste aus Politik, Ministerium, Wirtschaft, Ausbildung und Schule in der Lernfabrik 4.0 des Rhein-Neckar-Kreises eingeladen. Den Teilnehmern der Veranstaltung wurde an diesen bundesweiten Pilotschulen die Möglichkeit geboten mit zu verfolgen, wie das komplexe Zusammenspiel von ERP (Enterprise Ressource Planning / Unternehmensprozess-Steuerung) und MES (Manufactoring Execution System / Produktions-Steuerung) in einer modernen Unterrichtsform den Schülern vermittelt wird.

Die Auftragserfassung konnte man in einer Unterrichtssequenz in den Computerräumen miterleben. Bisher wurde eine bestimmte Anzahl von Artikeln in einer Industrieanlage gefertigt, jedoch eine plötzliche Änderung des Auftrags oder eine Einzelfertigung war nur mit hohen Kosten und Aufwand realisierbar. Nun sind mittels Industrie 4.0 kurzfristige Auftragsänderungen, sowie individuelle Kundenwünsche einfacher umsetzbar. Die Schüler der Bronner-Schule legten in der ERP-Software von SAP einen individuellen Kundenauftrag an, welcher in die Produktionssteuerung übergeben und von der Industrieanlage unter Aufsicht von Schülern der Sternberg-Schule gefertigt wurde. Durch die nun erstmals mögliche Kommunikation von Industrieanlage und der SAP-Software im Schulkontext konnten die Fertigungszeiten und die damit verbundenen Kosten kontinuierlich überwacht werden.

Die Hubert-Sternberg-Schule (Gewerbe) und die Johann-Philipp-Bronner-Schule (kaufmännisch) sind die ersten beruflichen Schulen in Deutschland, die ein solches Projekt im Unterricht kooperativ umsetzen, so die Aussagen der beiden Schulleiter Klaus Heeger und Susanne Zimmermann.

In der anschließenden Diskussion mit Vertretern aus Politik (Kultusministerium und Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung), Unternehmen (SAP, HDM und SEW) und den Kammern (IHK) wurden Vorschläge zur Weiterentwicklung gesammelt, aber auch kritische Aspekte erörtert.  Besonders beeindruckt zeigten sich dabei die Unternehmensvertreter der Heidelberger Druckmaschinen AG und SEW-Eurodrive GmbH & Co KG über die realitätsnahe und zukunftsweisende Zusammenarbeit von kaufmännischer und gewerblicher Bildung.

Text: Endres / Heeger / Zimmermann

Repro: Benjamin Starke

Bilder: Benjamin Starke

 


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